Förderaufruf Waldböden im Klimawandel

Aufruf zum Einreichen von Projektvorschlägen zum Thema:

„Waldböden im Klimawandel“

Förderaufruf im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen zum Erhalt und Ausbau des CO2-Minderungspotenzials von Wald und Holz sowie zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel (Förderrichtlinie Waldklimafonds)

Mit dem Waldklimafonds initiieren und fördern die Bundesministerien für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) seit 2013 Projekte, die einen Beitrag zur Anpassung unserer Wälder an den Klimawandel und zur CO2-Minderung leisten. Die Projekte decken ein breites Spektrum an Schwerpunkten ab: Von der Anpassung an den Klimawandel, über die Sicherung und Erhöhung der Kohlenstoffspeicherung, der Substitution durch Holzprodukte bis hin zu Forschungs- und Kommunikationsmaßnahmen. 
Dieser Förderaufruf ergänzt und intensiviert die in den Förderschwerpunkten 4c), d) und e) aufgeführten Maßnahmen des Waldklimafonds. Ungeachtet dessen können Projektskizzen zu allen in der Förderrichtlinie Waldklimafonds dargestellten Themenbereichen wie bisher eingereicht werden.
Der Schutz des Bodens und der Erhalt seiner Funktionen sind eine wesentliche Grundlage für das Waldökosystem und für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung. Die Waldböden nehmen eine zentrale Rolle im Klimageschehen ein, da sie vom Klimawandel stark beeinflusst sind und gleichzeitig als klimarelevante Senke/Quelle bzw. Speicher fungieren.
Daher soll der Themenbereich „Waldböden im Klimawandel“ stärker im Waldklimafonds berücksichtigt werden. Forschungslücken zu Ausmaß und Auswirkungen des Klimawandels auf Bodenfunktionen, Prozesse und Dynamik der organischen Substanz im Boden einschließlich Erhalt und Ausbau der Senkenfunktion  sollen geschlossen werden.

Einen Beitrag hierzu können insbesondere Projekte aus folgenden Bereichen leisten, in denen noch weiterer Bedarf an Forschungs-, Umsetzungs- und Kommunikationsprojekten besteht:

  • Änderungen des Bodenwasser- und Nährstoffhaushaltes durch den Klimawandel hinsichtlich Qualität und Quantität
  • Funktion des Bodens als Standort für Vegetation und Bodenlebewesen im Klimawandel, hierbei insbesondere bezogen auf die Aspekte Ökogramme, Standortpotenzial, Wuchsleistung, Rhizosphäre und Artenzusammensetzung
  • Sicherung der Bodenfunktionen im Klimawandel durch waldbauliche Maßnahmen
  • Erhalt und Ausbau der Senken- und Speicherfunktion der Böden
  • Einfluss des Klimawandels auf Prozesse und Dynamik der organischen Substanz im Boden, hierbei insbesondere Abbauprozesse, Humusbildung und -stabilisierung, Biodiversität sowie Kohlenstoff- und Stickstoff-Bilanzen
  • Funktionelle Bodenbiodiversität
  • Vulnerabilität von Waldböden im Klimawandel
  • Auswirkungen von Witterungsextremen auf die organische Bodensubstanz
  • Auswirkung von klimainduzierten Störungen, wie biotischen Schaderregern oder Windwurf auf Waldböden, insbesondere auf die organische Bodensubstanz
  • klimarelevante Spurengasflüsse
  • Auswirkung verschiedener Intensitäten der Waldbewirtschaftung bis hin zur Nicht-Nutzung auf Kohlenstoff und Stickstoff im Boden
  • Auswirkung von Wiederaufforstung, Renaturierung und Wiederherstellung von Wäldern auf die Klimaschutzleistung von Waldböden
  • nasse organische Böden, wechselfeuchte Böden oder terrestrische Böden der Hoch- und Mittelgebirge als Hotspots der Klimawirksamkeit

Die Aufzählung ist nicht abschließend. Weitere Aspekte, die für Waldböden relevant sind, können ebenfalls einbezogen werden.
Entsprechende Projektskizzen können ab sofort beim Waldklimafonds eingereicht werden.
Die Einreichung von Skizzen erfolgt im Rahmen der Förderrichtlinie für den Waldklimafonds vom 20.03.2017.
Details zum Ablauf des Verfahrens sowie weitere Informationen sind über www.waldklimafonds.de/antragsverfahren erhältlich. Neben der Richtlinie selbst enthält der „Leitfaden für die Skizzeneinreichung“ wesentliche Informationen.
Zur Erstellung von Projektskizzen ist das elektronische Antragssystem "easy-Online" (https://foerderportal.bund.de/easyonline/) zu nutzen.
Bei Fragen können Sie sich gern an die Mitarbeiter des WKF unter wkf@ble.de wenden.

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