Förderschwerpunkt 1

Anpassung der Wälder an den Klimawandel

Ziel ist die Erhöhung der Anpassungsfähigkeit von Wäldern an den Klimawandel unter Erhalt insbesondere ihrer Funktionen für die biologische Vielfalt und als CO2-Senke sowie zur Sicherung des CO2-Minderungspotenzials von Wäldern und Holzprodukten. Hierzu dienen folgende modellhafte Projekte des Klimaschutzes:

a) Die Wiederherstellung eines ausgeglichenen, naturraumtypischen Landschaftswasserhaushalts, z. B. durch Sicherung bzw. Anhebung des Grundwasserspiegels, Erhöhung des Wasserrückhaltepotenzials der Waldböden mit ihrer Kohlenstoffspeicherfähigkeit, Verminderung/Verzögerung des Oberflächenabflusses (Nummer 2.8.2 des Agrarrahmens6).

b) Schutz, Erhalt und Renaturierung von Mooren im Wald sowie von Moorwäldern (die Nummern 2.8.1. und 2.8.2 des Agrarrahmens).

c) Die Wiederherstellung, Redynamisierung und Neuanlage von natürlichen oder naturverträglich genutzten Au- und Feuchtwäldern (die Nummern 2.8.1. und 2.8.2 des Agrarrahmens).

Hierunter fallen z. B. Rückbau von Drainagen und Entwässerungseinrichtungen, der Bau von Einrichtungen zur naturnahen Wasserrückhaltung, Pflanzungen zu Renaturierung von Moor-, Au- und Feuchtwäldern.

d) Die Einrichtung von einzelnen Referenzflächen mit dauerhaft natürlicher Waldentwicklung zur gezielten Erforschung der Anpassungsfähigkeit von Waldökosystemen und deren CO2-Bilanz einschließlich ihrer Waldböden, sowie der Erhaltung und Entwicklung forstgenetischer Ressourcen, sofern sich unter Berücksichtigung des Netzwerks bestehender Referenzflächen zusätzlicher Bedarf ergibt. Die Referenzflächen sollen die für Deutschland flächen-bedeutsamsten Waldtypen und -entwicklungsphasen (inkl. Bestände mit hohem Alt- und Totholzanteil) repräsentieren (Nummer 2.1.4 des Agrarrahmens).

e) Die Erhaltung und Entwicklung forstgenetischer Ressourcen und der biologischen Vielfalt als Grundlage der Anpassungsfähigkeit der Wälder (Nummer 2.8.1 des Agrarrahmens).

Hierunter fallen die Anlage von Erhaltungsplantagen für Baum- und Straucharten; notwendige Pflegemaßnahmen in ausgewiesenenGenerhaltungsbeständen, in zugelassenen Saatguterntebeständen sowie in Beständen mit beigemischten seltenen Baumarten; Ergänzungspflanzungen mit gebietsheimischem Vermehrungsgut zur Aufwertung Individuen armer Vorkommen seltener Baumarten mit dem Ziel der Wiederherstellung einer überlebensfähigen Population sowie die Vernetzung isolierter Populationen und Biotope; Aufbau und Entwicklung von Vernetzungsstrukturen zur Sicherstellung der genetischen Vielfalt.