Förderschwerpunkt 2

Sicherung der Kohlenstoffspeicherung und Erhöhung der CO2-Bindung von Wäldern

Ziel ist die Sicherung und Erhöhung der CO2-Speicher- und Senkenfunktion der Wälder sowie die Vermeidung von Treibhausgasemissionen. Diese Ziele sollen auch durch Maßnahmen der Vorsorge und des Risikomanagements bei Schadereignissen unterstützt werden. Dem dienen folgende modellhafte Projekte des Klimaschutzes:

a) Konzeption präventiver Maßnahmen zur Vermeidung und zur Bewältigung großflächiger Schadereignisse (Nummer 2.8 des Agrarrahmens).

Hierunter fallen die Entwicklung von Konzepten zur überbetrieblichen Lagerplatz-Infrastruktur (Forstlicher Vorsorgeplan Infrastruktur), zur Abdeckung klimabedingter Risiken der Forstbetriebe (z. B. Anlage/Unterhaltung von Waldbrandschutzstreifen, Löschweihern, Waldbrandüberwachungseinrichtungen), sowie von Wissenssammlungen und Methodenentwicklung (z. B. Notfallpläne, Wiederbewaldungsstrategien, längerfristige Holzlagerung, Logistik-Konzepte). Unter dieser Teilmaßnahme ist Förderung von Investitionen ausgeschlossen.

b) Umsetzung neu entwickelter vorbeugender Forstschutzmaßnahmen zur Vermeidung und Begrenzung klimabedingter flächiger Schadereignisse (Nummer 2.8.1 des Agrarrahmens).

c) Die Neuanlage von Mischwäldern (Erstaufforstung) mit dem Ziel einer optimierten CO2-Bindung (Kriterium: Zuwachs/ Hektar) und gutem Substitutionspotenzial unter Berücksichtigung anpassungsfähiger, standortgerechter, möglichst überwiegend natürlich vorkommender Baumarten. Die Förderung schließt die gezielte Begründung von Vorwäldern mit geeigneten Pionierbaumarten ein (Nummer 2.1.1 des Agrarrahmens).

Hierunter fallen Saat, Pflanzung und Maßnahmen zur gelenkten Sukzession einschließlich Kulturvorbereitung, Schutz der Kultur, Erhebungen, wie z. B. Standortgutachten, die der Vorbereitung der Maßnahme dienen, und Nachbesserungen, soweit der Waldbesitzer den Ausfall nicht zu vertreten hat. Darüber hinaus wird eine Aufforstungsprämie gewährt.

Gemäß Rd-Nr. 508 des Agrarrahmens darf für die Anpflanzung von Bäumen für den Niederwaldbetrieb mit Kurzumtrieb, Weihnachtsbäumen oder schnell wachsenden Bäumen für die Energieerzeugung keine Beihilfe gewährt werden. Die gepflanzten Arten müssen an die Umwelt- und Klimabedingungen des Gebiets angepasst sein und bestimmte Mindestumweltanforderungen erfüllen. Im Übrigen gelten die Mindestumweltanforderungen der Rd-Nr. 509 des Agrarrahmens.