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Hintergrund und Ziele

Herausforderung Klimawandel

Der globale Klimawandel zählt neben dem Schutz der biologischen Vielfalt zu den zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel sind eine nationale Aufgabe von gesamtgesellschaftlichem Interesse. Erfolgreiche Klimapolitik stützt sich auf die Vermeidung von klimawirksamen Emissionen, die Einbindung von Kohlenstoff sowie die Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Hierbei kommt auch dem umweltfreundlichen, CO2-speichernden und ressourcenschonenden Rohstoff Holz eine besondere Bedeutung zu.

Ziele der Bundesregierung

Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2020 die klimaschädlichen Treibhausgase um 40 % und bis 2030 um 55 % unter das Niveau von 1990 zu senken. Bis 2050 soll eine weitere Reduktion auf mindestens 80 % erfolgen.

Wald und Holz spielen durch die Bindung von CO2 und Speicherung von Kohlenstoff bei der Erreichung der klimapolitischen Ziele der Bundesregierung eine wichtige Rolle. Kohlenstoffspeicherung in den Wäldern, der Ersatz fossiler Rohstoffe durch die energetische und stoffliche Verwendung von Holz und die Speicherung von Kohlenstoff in langlebigen Holzprodukten entlasten die Atmosphäre von Treibhausgasen in einer Größenordnung von über 120 Millionen Tonnen CO2 (Stand 2008)* im Jahr allein in Deutschland.

Der Beitrag von Wald und Holz zum Klimaschutz soll unter Beachtung aller Waldfunktionen einschließlich des Erhalts der biologischen Vielfalt im Rahmen einer nachhaltigen, ordnungsgemäßen Forstwirtschaft weiter ausgebaut werden.

Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die Anpassung der Wälder an den Klimawandel. Auf Grund der flächenmäßigen Ausdehnung – über ein Drittel der Landfläche Deutschlands sind Wälder (rd. 11 Mio. Hektar) – ihrer hohen Sensibilität gegenüber Klimaänderungen sowie ihrer langen Lebenszyklen sind rasche und nachhaltige Anpassungsmaßnahmen schon heute dringend geboten. Dies gilt erst recht vor dem Hintergrund, dass Klimaveränderungen Folgen globaler Prozesse sind und nicht allein auf regionaler Ebene nachhaltig beeinflusst werden können.

Mit dem Beschluss zur Einrichtung des Waldklimafonds unterstreicht die Bundesregierung die Bedeutung unserer Waldökosysteme sowie die positiven Effekte einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Holzverwendung für den Schutz des Klimas.

Mit dem Waldklimafonds sollen Maßnahmen von besonderem Bundesinteresse umgesetzt werden, die der Anpassung der Wälder an den Klimawandel dienen und den unverzichtbaren Beitrag naturnaher, struktur- und artenreicher Wälder zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen auf Dauer erhalten. Die positiven Effekte für die Erschließung des CO2-Minderungs- und Energiepotenzials von Wald und Holz sollen verstärkt werden.

Die Erreichung dieser Ziele setzt aufgrund der Komplexität und Wirkungszusammenhänge des Klimawandels möglichst effektive und koordinierte Maßnahmen auf nationaler Ebene voraus.

Durch den Waldklimafonds wird eine zielgerichtete, breite Umsetzung von Fördermaßnahmen gewährleistet. Er leistet damit einen wichtigen Beitrag, die Verpflichtungen der Bundesrepublik zu den nationalen, europäischen und internationalen Zielen der Klimapolitik in den gegebenen engen Zeitfenstern zu erreichen.

Besonders alte Bäume und Totholz speichern viel CO₂
Besonders alte Bäume und Totholz speichern viel CO₂ und spielen eine tragende Rolle zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel, Quelle: FNR/ S.Wildermann

Energie- und Klimafonds

Zur Erreichung dieser Ziele wurden mit dem Gesetz zur Errichtung eines Sondervermögens „Energie- und Klimafonds“ (EKFG) vom 8. Dezember 2010 (BGBl. I S. 1807), das durch Artikel 1 des Gesetzes vom 29. Juli 2011 (BGBl. I S. 1702) geändert worden ist, die Voraussetzungen geschaffen, über geeignete Programme relevante Maßnahmen u. a. in den Bereichen nationaler Klimaschutz und Energieeffizienz zu fördern.

Waldklimafonds

Der Waldklimafonds und seine Förderrichtlinie zum Erhalt und Ausbau des CO2-Minderungspotenzials von Wald und Holz sowie zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel sind fester Bestandteil des Energie- und Klimafonds und dienen uneingeschränkt dessen Zweck und Zielbestimmung.

Rolle von Wald, Forstwirtschaft und Holzverwendung im Klimawandel

Wälder bedecken ein Drittel der Landesfläche Deutschlands. Sie sind wertvolle Ökosysteme, Kohlenstoffspeicher, Erholungsräume und bedeutende Rohstofflieferanten zugleich. Wälder sind auf vielfältige Weise in das Klimageschehen eingebunden. Einerseits leisten Walderhaltung und –mehrung, eine nachhaltige, naturnahe Waldbewirtschaftung sowie die Substitution energieintensiver Materialien mit nachteiliger CO2- und Ökobilanz durch Holz einen positiven Beitrag zum Schutz des Klimas und zur Verminderung der Treibhausgasemissionen. Andererseits wirken sich Folgen des Klimawandels, wie zunehmende Trockenperioden und Witterungsextreme, negativ auf die Stabilität und Vitalität des Ökosystems Wald aus mit negativen Konsequenzen für die Leistungsfähigkeit unserer Wälder als Natur- und Wirtschaftsraum und deren Beitrag zum Klimaschutz.

Antragsverfahren

Antragsverfahren

Das Antragsverfahren ist in zwei Stufen aufgeteilt:
1. die Skizzeneinreichung
- bei positiver Bewertung
2. die Einreichung des Antrages

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