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Forschung Live

Baumkronendiagnose per Kran

Projektteam FeMoPhys stellt Forschungsmethoden auf zwei neuen Webseiten anschaulich dar

In der Norddeutschen Tiefebene, ca. 45 km südwestlich von Greifswald, untersucht das Forschungsteam des Projekts FeMoPhys die Gesundheit des dortigen Buchenmischbestandes. Die schnelle und großflächige Beurteilung des Zustands der Waldbäume ist eine wichtige Voraussetzung, um effektiv auf mögliche Schadereignisse reagieren zu können. Das Besondere an diesem Projekt ist die Methode, die Vitalität und den Stresszustand der Bäume zu untersuchen. Mit Hilfe eines Turmdrehkranes von 40 Metern Hubhöhe und 45 Metern Radius ist es möglich, in einem 100 x 100 Meter großen Untersuchungsgebiet direkt in den Baumkronen Messungen durchzuführen. Auch Satellitendaten und Drohnen liefern den Forschern wichtige Daten.

Bisherige landgebundene Verfahren liefern oft nur punktuelle Informationen und sind mit einem hohen Personalaufwand verbunden. Die Fernerkundung, via Satellit oder Drohne, ermöglicht zwar eine schnelle und großflächige Erfassung, ist aber in der Erstellung sehr komplex und aufgrund des anderen Blickwinkels oft nicht mit den landgebundenen Aufnahmen deckungsgleich. Im Projekt FeMoPhys wollen die Wissenschaftler die Verfahren nun besser aufeinander abstimmen und koordinieren, wodurch besonders präzise, detaillierte und lückenlose Messdaten erhoben werden sollen.

Um die Forschungsmethoden, den Zustand der Bäume und die gewonnenen Daten der Öffentlichkeit und der Wissenschaft zugänglich zu machen, hat das Projektteam zwei Webseiten erstellt.

Unter FeMoPhys - unsere Bäume (lup-umwelt.de) sind die untersuchten Baumindividuen, deren Verteidigungsstrategien, die Werkzeuge und die via Fernerkundung gewonnen Rückschlüsse auf die biophysikalischen Prozesse der Bäume sehr anschaulich dargestellt.

Auf der wissenschaftlichen Arbeitsseite FeMoPhys (lup-umwelt.de) geht es um die Methodik. Photosynthese, Saftfluss, Dendrometer, Klima, Boden, Spektralanalyse sowie ergänzenden Messungen werden in Zusammenhang mit den untersuchten Baumarten erklärt.

In dem über den Waldklimafonds geförderten Projekt arbeiten Wissenschaftler der Universität Greifswald, der Technischen Universität Berlin, der Forst-Landesbehörden von Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, der Firma Luftbild-Umwelt-Planung und des Deutschen GeoForschungsZentrums (GFZ) zusammen.

Verbundprojekt FEMOPHYS:Entwicklung eines fernerkundungsbasierten Monitoringverfahrens auf Grundlage einer physiologisch fundierten Vitalitätsbewertung von Hauptbaumarten in Mischbeständen

Teilvorhaben 1: Projektkoordination, Kranbetrieb und Fernerkundung 
https://www.waldklimafonds.de/index.php?id=13913&fkz=2220WK80A4

Teilvorhaben 2: Vitalitätsdiagnostik mittels Biomarker
https://www.waldklimafonds.de/index.php?id=13913&fkz=2220WK80B4

Teilvorhabe 3: Spektralanalyse
https://www.waldklimafonds.de/index.php?id=13913&fkz=2220WK80C4

Teilvorhaben 4: Satellitendatenauswertung
https://www.waldklimafonds.de/index.php?id=13913&fkz=2220WK80D4

Teilvorhaben 5: Forstliche Erfassung
https://www.waldklimafonds.de/index.php?id=13913&fkz=2220WK80E4

Teilvorhaben 6: Dendrochronologie und Baummonitoring
https://www.waldklimafonds.de/index.php?id=13913&fkz=2220WK80F4

Weitere Informationen:

Link zum Projekt: https://www.wald-mv.de/landesforst-mv/projekte/forschungsprojekte/FeMoPhys/

Pressekontakt:

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.
Martina Plothe
Tel.: +49 3843 6930-311
Mail: m.plothe(bei)fnr.de

Erstellt durch: Caroline Brauer

Zwei neue Webseiten geben Einblick in die Waldforschung. Quelle FNR/N. Müller

Zwei neue Webseiten geben Einblick in die Waldforschung. Quelle FNR/N. Müller